Xaver 10.01.1989 - 11.11.2004
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Ich war 8 Jahre alt und mein grösster Wunsch war ein eigener Hund. Meine Freundinnen hatten schließlich
auch welche so schwer konnte es also nicht sein. Meine Eltern hatten wohl lange beraten und schließlich
eine Entscheidung getroffen, ein Rauharrdackel sollte es werden.
In meinem 8ten Lebensjahr gaschah aber noch etwas anderes, die innerdeutsche Grenze fiel in jenem Jahr.
Meine Eltern fuhren also mit mir in eine braunschweiger Zoohandlung, erzählten mir irgendetwas von:" Wir fahren
rüber in den Osten und bringen unseren bekannten etwas fÜr ihren Hund mit." Dann ging es los Richtung Firrel
(das liegt übrigens in Ostfriesland). Nach etwa 4 Stunden fahrt und einem Haufen gequengel waren wir endlich dort.
Der Züchter, Herr Park, zeigte uns zwei Dackelrüden von denen wir den grösseren wählten. Nun ging es noch um den
Namen des Hundes. Herr Park hatte zwei zur Auswahl, beide begannen mit "X" und wir entschieden uns für Xaver.
Zum Schluss zeigte uns
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Frau Park noch einen Wurf junger Dackel, die noch so winzig waren, dass 4 oder 5 Tiere
in eine Hand passten ich war damals sehr beeindruckt.
Xaver kam also zu uns und sollte zunächst im Badezimmer übernachten. Die ersten Nächte raubte uns sein gejammer den
Schlaf. Ich weiss
nicht mehr genau wie es dazu kam aber irgendwann zog er ins Schlafzimmer meiner Eltern ein.
Wir hatten viel Spass mit dem jungen Hund meine Cousine brachte ihm einige Kunsstücke bei und das Tier erwies sich
als sehr verspielt.
Allerdings wurde Xaver wärend seines ersten Lebensjahres von einem Schäferhund gebissen danach begegnete er seinen
Artgenossen eher aggressiv.
Xaver sollte 15 Jahre bei uns bleiben, als er zu uns kam ging ich in die 2te Klasse. Er begleitete mich durch
Orientierungsstufe, Realschule und Ausbildung. Einmal spielte er sogar in einer Schulaufführung mit.
Xaver machte viele lange Spaziergänge mit meinem Vater, bewachte oft stundenlang sein geliebtes Auto und grub auch
mal den Garten um. Alles mit möglichst lautem Gebell.
Im alter von 12 Jahren wurde dann eine Herzschwäche bei ihm diagnostiziert. Von nun an musste er Medikamente nehmen.
Erstaunlicherweise sortierte er seine Pillen gern aus wärend ihm anderes essbares kaum zu entreissen war dazu zählten
übrigens auch Legosteine und Disketten.
Wärend ich vor einige Jahren eine Sportverletzung kurierte leistete mir der bereits gealterte Dackel stundenlang
auf dem Sofa Gesellschaft.
Am 11.11.2004 mussten wir uns von unserem Hund trennen sein Herz war nicht mehr in der Lage das Wasser aus dem
Körper zu fördern.
Es gibt bestimmt noch so manches über unseren Xaver zu erzählen aber vieles ist schon so lange her, dass ich dies
im Gedenken an die vielen schönen Stunden und langen Spaziergänge mit meinem ersten Hund schreibe.
Vielen Dank Xaver.
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